Cake Pops für Freunde

Liebe Leser und Leserinnen,
heute habe ich mal etwas Neues für euch – den Trend des Jahres 2013: Cake Pops! Meine beste Freundin hat mich vor ein paar Wochen darauf aufmerksam gemacht, weil sie mir gezeigt hat, was sie sich bei Weltbild zulegen möchte. Ich war sofort begeistert – auch, wenn ich eigentlich nicht so auf filigranes Handwerk stehe. Ich bin auch nicht der große Kuchendekorateur und mit Glasuren komm ich nicht so gut zurecht. Aber ich war sofort hin und weg von dieser Idee und machte mich an die Recherche. Es gab – wie bei so vielem – verschiedene Möglichkeiten Cake Pops zu kreieren. Das Originalrezept geht mit Frischkäse und zerkrümeltem Biskuit, sehr fettig und üppig. Nix für mich 😉 Dann bin ich bei Amazon auf ein tolles Angebot gestoßen: Der Cakepop-maker von Tristar*** war von 29,99 auf 19,90 reduziert. Ich musste einfach zuschlagen und wenige Tage später kam er an. Ich war total aus dem Häuschen und dann auch gleich erstaunt, dass es ganz einfach mit Muffinteigrezepten funktionierte. Hier die ersten Bilder von einem tollem Gerät:

Im Paket dabei waren bereits 50 Stäbchen, um die Cake Pops aufzuspießen und ein Gäbelchen mit dem man die Cakes problemlos aus der Form lösen konnte. Das ging wirklich gut! Außerdem gab es noch eine Anleitung mit Pflegehinweisen, Rezepten und Deko-Tipps. Das war wirklich toll, weil ich mir noch kein Buch zugelegt hatte und absolut nicht wusste mit welchem Teig man das machen sollte.

Nach 2 Wochen testete ich heute das erste Mal den Cake Pop Maker und war total begeistert. Zunächst war es etwas schwerer als gedacht, weil ich in der ersten Partie einfach zu wenig Teig eingefüllt hatte und danach auch so einige Probleme auftauchten, die im Rezept nicht beschrieben wurden. Zu denen komme ich aber dann bei den einzelnen Schritten.  

Zunächst bereitete ich alles vor, da die Cake Pops selbst laut Anleitung nur 4-5 Minuten im Maker bleiben sollten. Da blieb wohl keine Zeit für alle Vorbereitungen. Also holte ich mir einen nicht ganz so tiefen Schuhkarton und machte 12 Löcher (Anzahl der Cake Pops pro Backvorgang) hinein, in die ich schon mal vorsorglich 12 Stäbe steckte.
Dann setzte ich Wasser auf und stellte eine Schüssel mit weißer Schokolade darüber, damit sie im Wasserbad schmelzen konnte. Dabei habe ich zunächst Kuvertüre verwendet, bemerkte aber bald, dass sie viel zu süß und dick war, um als Glasur zu dienen. Jedes Mal, wenn ich es mit den noch warmen (natürlich ist das auch ein Fehler!) Cake Pops versucht habe, wurden sie durch das Gewicht so fest auf die Stäbchen gedrückt, dass dieses durchrutschte. Ich musste mir also etwas einfallen lassen…

Der Plan war also einen Schoko-Cake Pop zu machen und ihn mit weißer Schokolade und Milchschokolade-Stifte zu verzieren. Der Cake Pop Maker wurde mit Öl bestrichen, damit nichts kleben blieb und während ich den Teig machte, konnte das Gerät 5 Minuten vorheizen. Die Lampen zeigen einem idealerweise auch an, wann es fertig vorgeheizt und betriebsbereit ist. Nachdem ich also alle Vorbereitungen getroffen habe, machte ich mich an die Arbeit mit dem Teig. Der war genauso schnell fertig wie vermutet – die Vermutung rührte aus meiner Erfahrung mit Muffinteigen derselben Art. Hier das Rezept:

Für ca. 48 Cake Pops aus Schokomuffin-Teig:
95g Mehl
110g Zucker
3 EL Kakao
1/2 TL Backnatron (ich arbeite immer mit derselben Menge Backpulver, das man zum untenstehenden hinzufügen kann)
1/4 TL Backpulver 
1/4 TL Salz
60 ml Buttermilch
3 EL Pflanzenöl
1 Ei
1/2 TL Vanille-Extrakt
60 ml frisch gebrühter Kaffee (habe ich nicht verwendet!)
Der Teig bleibt dabei recht flüssig, aber das macht gar nichts, da er danach sehr fluffig in der Form wird und aufgeht. So sehen auch meine Muffinteige immer aus.
Dann füllte ich das ganze in den Cake Pop Maker, dabei muss man wirklich darauf achten, dass man die unteren Ausbuchtungen bis obenhin befüllt, sonst werden es keine schönen runden Kugeln! Danach noch 5 Minuten backen und beim Öffnen aufpassen, dass man sich nicht verbrennt. Also am besten einen Topflappen zuhilfe nehmen.

Das Ganze habe ich dann mit der Gabel herausgeholt und nach etwas Abkühlzeit zu 2/3 auf ein Stäbchen gesteckt. Dabei passierte es mir öfter, dass ich zu tief in den Teig gestochen habe. Da muss man wirklich aufpassen! Aber nach einigen Versuchen ging es besser. Ich versuchte natürlich auch gleich die noch warmen Cake Pops in die Kuvertüre zu tauchen – Fehlschlag! Sie rutschten ständig wieder vom Stiel, brachen durch und ließen sich überhaupt nicht verarbeiten. Ich konnte mich aber noch erinnern in einem anderen Blog gelesen zu haben, dass man die Cake Pops mit etwas Schokolade befestigen konnte, also tauchte ich die Stiele in die Schokolade und packte dann die Küchlein wieder drauf. Jetzt musste die Schokolade noch gut austrocknen! Hier ein Tipp: Am besten im Kühlschrank aushärten lassen! So habe ich mich entschieden bis abends mit der Weiterverarbeitung zu warten. Das hat sich auch ausgezahlt!

Nachdem ich abends also noch einmal einkaufen war, um eine einfache weiße Schokolade (um € 0,39 von Gut und Günstig bei Edeka) zu kaufen, machte ich so gegen 18.00 Uhr abends weiter. Nach 6 Stunden Ruhezeit und erneutem Verflüssigen von Schokolade begann ich dann mit dem Schokoüberzug. Vorsichtig rollte ich die Cake Pops durch die Schokolade, dann hob ich sie etwas and und ließ Schokolade vom Löffel auf die Unterseite tropfen. Nach dem ich auch das geschafft hatte, klopfte ich mit dem Stiel etwas auf die Schüssel, damit die überschüssige Schokolade wieder zurück in die Schüssel floss. Es wurde zwar nicht ganz gleichmäßig, aber für einen ersten Versuch nicht schlecht. Vorsicht: eine Tafel Schokolade reicht für gerade so für 12 Cake Pops!

Nach dieser Nerven aufreibenden Arbeit ging es dann etwas ruhiger weiter. Ich nahm ein paar Streusel in die Hand und ließ sie über die noch warme Schokolade regnen. So blieben sie toll hängen und ich konnte den Cake Pop vorsichtig in der Hand drehen, sodass auch überall Schokostreusel hängen blieben. Ein paar Cake Pop-Verluste gab es noch, aber die konnte man auch retten. Ich habe einfach das Stäbchen etwas anders gesteckt und sie etwas schief zurück in die Halterung der Schuhschachtel gesteckt. So lastete nicht die ganze Last des Küchleins auf der schmalen Seite des Stäbchens. Jetzt müssen sie nur noch die ganze Nacht im Kühlschrank aushärten und ich hoffe, dass ich sie morgen dann verpacken kann!

So, jetzt nur noch verpacken. Dazu habe ich in einem Bastelladen 10 Stück Zellglasbeutel gekauft. Sie kosteten ca. € 1,80 und bestand aus zertifizierter BIO-Folie. Dazu kam ein aprikotfarbenes Geschenkband, das den Beutel dann hübsch zubinden sollte. So könnte morgen Mittag jeder seinen Cake Pop mit nach Hause nehmen, wenn er keine Lust hat ihn sofort zu essen!

Hier das fertige Foto – so bekommen es nachher gleich meine Freunde geschenkt (die die hier sind und die letzten 2 Wochen gearbeitet haben + Anhang natürlich! Sorry für alle anderen Freunde. Ihr müsst halt herkommen oder was Tolles leisten 😛 ):
Mahlzeit,
eure Marada
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