Wer kennt es nicht, das Schnitzel?

Liebe Foodies,

heute bringe ich euch Rezept mit, das ihr sicherlich schon gegessen, gekocht und tausendfach gelesen habt. Jeder macht sein Schnitzel doch irgendwie anders: anderes Fleisch, andere Beilagen, andere Panade etc.! Und jeder behauptet doch auch, dass sein Schnitzel das Beste ist, oder nicht? Ich kann nicht einmal behaupten, dass es sich um „mein“ Schnitzel handelt, denn ich habe es quasi von meiner Oma „geklaut“. Meine Oma hat die besten Schnitzel der Welt zubereitet, wirklich und dabei hat sie für alle die Lieblingsfleischsorten und Lieblingspanaden extra gemacht. Für mich war es immer kleine Hühnerschnitzelchen mit Sesampanade. Damals habe ich kaum was anderes als Hühnchen gegessen, wirklich! Seit sie vor ca. 4 Jahren gestorben ist, muss ich mir meine Schnitzel selber machen und obwohl ich weiß, wie sie es gemacht hat, werden sie nie so geschmackvoll werden. Dennoch sagt man mir, dass meine Schnitzel die Besten wären und nach jedem Schnitzel-Restaurant-Besuch wird an ihnen das Restaurant-Schnitzel gemessen. Noch nie war es so gut wie meines. Ich bin da ja nicht so zuversichtlich, aber ich kenne auch die Schnitzel meiner Oma!

Hier möchte ich euch heute mein „perfektes“

Schnitzel

vorstellen und euch in die Geheimnisse meiner Oma einweihen. Also los geht’s!

Schnitzel 1

Euer Einkaufswagen für 2 Personen muss folgendermaßen aussehen:

  • 1 Ei
  • etwas Semmelbrösel
  • etwas Mehl
  • 4 Schweinerückensteak (Aufschrei? Uns schmeckts!)
  • Sesam (schwarz und geschält oder nur geschält)
Für die Beilage „Bratkartoffeln mit Ei und Speck“:
  • 8-9 große Kartoffeln
  • 2 Eier
  • Schinkenwürfel

Schnitzel 2

Als weitere Beilagen essen wir u.a.:

  • Spinat
  • Bohnen
  • Salat (z.B. Vogerlsalat, Eisbergsalat, gemischter Salat)

So bereitet ihr mein Schnitzel zu:

  1. Zunächst müssen die Kartoffeln geschält und in kleine Scheiben geschnitten werden. Diese dann auf mittlerer Hitze anbraten und durchgaren. Nicht das Umrühren vergessen! Die Kartoffeln brauchen sicherlich die meiste Aufmerksamkeit an diesem Abend!
  2. Semmelbrösel mit Sesam mischen
  3. Während die Kartoffeln langsam durchgaren, könnt ihr das Schnitzelfleisch etwas dünn klopfen und panieren:
    1. Fleisch in Mehl wenden
    2. bemehltes Fleisch in Mehl wenden
    3. bemehltes + mit Ei ummanteltes Fleisch in Semmelbrösel-Sesam-Mischung wenden
  4.  Etwa 15 Minuten bevor die Kartoffeln fertig sind, könnt ihr die Schnitzel in heißes Öl (ca. 2cm in die Pfanne) legen.
  5. Da das Öl ohnehin die Schnitzel bedecken sollte, müsste ihr ab jetzt nur noch etwas an der Pfanne rütteln. Ich drehe die Schnitzel niemals um! Das heiße Öl ummantelt das Fleisch ohnehin und so frittiert es rundum perfekt.
  6. Gleichzeitig könnt ihr auch euer Gemüse zubereiten.
  7. Wenn die Kartoffeln gar sind, Schinkenwürfel dazu und das Ei darüber schlagen. Alles schön vermengen und warm halten.Etwa 5 Minuten vor Schluss macht ihr noch schnell euer Lieblingssalatdressing und bereitet den Salat zu.
  8. Nun müssen die Schnitzel aus der Pfanne und ihr müsst sie sorgfältig vom überschüssigen Fett befreien. Das erledige ich immer mit Küchenrolle, wobei ich vorsichtig über die Schnitzel tupfe.
  9. Jetzt ist anrichten angesagt und dann könnt ihr die Schnitzel genießen!

Ich hoffe ihr habt euch bei diesem altbewährten Rezept nicht gelangweilt & habt Spaß an einem kleinen Einblick in meine kulinarische Vergangenheit bei meinen Großeltern!

Liebe Grüße,

Sara

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4 Kommentare zu „Wer kennt es nicht, das Schnitzel?

  1. Anmerkung meinerseits:

    Die Schnittzel werden besonders geschmackvoll, wenn man zum Braten Butterfett anstelle von Öl verwendet (Butterreinfrett).

    Das Butterfett ist teuer und nicht in jedem Geschäft zu bekommen. Man kann es selber herstellen, indem man in einem Topf die Butter schmilzt/erhitzt und etwas aufschäumen lässt. Nach dem Abkühlen schwimmt obenauf eine hellgelbe Masse (Butter-Saures), die schöpft man mit dem Löffel ab und kann sie als Brotaufstrich verwenden.

    Der Hauptanteil ist das geschmolzene Butterfett, es wird in einen anderen Topf umgeleert. Es ist monatelang ungekühlt haltbar (halbflüssig bis fest).

    Unten befinden sich Anteile mit Eiweiß, diese sind nicht zum Braten geeignet und müssen vom Butterfett abgetrennt werden.

    Gefällt 1 Person

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