Indisches Naan

Liebe Foodies,

bisher hatte mich dieser „Brot-Trend“ noch nicht angesprochen – Brot ist mir einfach zu aufwendig, muss ich gestehen. Einmal in meinem Leben habe ich zwei Leiber Mischbrot gemacht, das dauerte ungefähr 36 Stunden. Ich bin also immer auf der Suche nach einem schnellen Brot-Rezept. Wenn ihr eines habt, dann her damit 😉 Eigentlich dachte ich auch Naan würde mir für ein einfaches Abendessen einfach zu lange dauern, aber dann hab ich ein Rezept für modernes Naan gefunden, das sich gar nicht aufwendig und lange anhörte. Also hab ich mich daran versucht und bin sehr sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Naan wird es ab jetzt – statt Baguette – häufiger bei mir geben.

Hier also heute mein Rezept für

Naan

und dazu gab es ein Butter-Chicken (mein erstes!), das unheimlich aromatisch schmeckte. Da es hier jedoch nur um das Naan gehen soll, zeige ich euch nur schnell ein kleines Bild vom Butter-Chicken.

Butter Chicken1

Das Naan kennt man in vielen süd- und zentralasiatischen Gegenden, aber auch im Vorderen Orient z.B. im Iran oder Kurdistan. Selbstverständlich heißt es nicht in jeder Gegend Naan, aber das Brot wird ähnlich hergestellt und hat ähnliche Zutaten. Gleich ist ein Brot ja nie und, wenn ihr schon mal selbst Brot hergestellt habt, wisst ihr das sicher auch: Gewürze, Kräuter, Mischungsverhältnisse  – alles kann zu einem anderen Geschmack führen. Das Naan hat eine flache Form, sodass man es perfekt kurz in einer Pfanne oder am Grill rösten kann. Die traditionelle Form wird aus Sauerteig z.B. durch das Hinzufügen von Joghurt hergestellt und durch hinzufügen von Hefe wurde es dann perfekt über einem Stein- oder Tonofen gebacken. Das brachte auch den tollen Geschmack. Die ursprünglichen Zutaten waren Hirse und Hefe.

Das Wort „Naan“ stammt ursprünglich aus der iranischen Sprachgruppe und bedeutete einfach nur „Brot“. Also essen wir hier heute einfach nur Brot und ich stelle euch heute eine etwas „moderne“ und einfachere Version vor.

Naan 2

Euer Einkaufswagen:

  • 200g Weißmehl (1 + 3/4 Cups)
  • 110ml Milch (1/2 Cup)
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Salz
  • 3/4 EL Backpulver
  • nach Wunsch Kräuter oder Knoblauch

Die locker leichte Zubereitung:

  1. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Zucker, Salz) gut miteinander verrühren.
  2. Milch und ggf. Kräuter nach Wunsch dazugeben.
  3. Mit den Knethaken des Rührgerätes zu einem festen, wenig klebenden Teig verrühren. Solltet ihr feststellen, dass der Teig zu flüssig, klebrig oder fest ist, müsst ihr noch etwas an den Zutaten feilen. Bei zu flüssigem oder klebrigem Teig gebt ihr einfach noch etwas Weißmehl hinzu und bei zu festem Teig (bröselig, krümelig etc.) gebt ihr noch etwas Milch dazu. Das macht ihr solange bis das Mischungsverhältnis stimmt.
  4. Wenn der Teig fertig ist, formt ihr ihn zu einer Kugel und lasst ihn 10-15 Minuten (oder solange ihr ihn nicht braucht) ruhen.
  5. Nach dem Ruhen teilt ihr ihn in ca. 10 gleiche kleine Teigkugeln und beginnt mit dem Ausrollen. Je nach Wunsch sollte der Teig sehr dünn (knusprig) oder etwas dicker (ca. 3-5mm) sein.
  6. In einer heißen, beschichteten Pfanne könnt ihr die Fladen dann ausbacken. Das dauert nur ca. 90 Sekunden oder eben bis sich auf jeder Seite braune Flecken gebildet haben. Solltet ihr keine beschichtete Pfanne haben, nehmt einfach ein Stück Butter auf ein Messer und streicht damit kurz einmal durch die Pfanne.
  7. Fertig!

Ich habe mir neben dem Ruhen des Teiges noch ein Knoblauchöl angerüht, damit ich die Fladen später damit bestreichen konnte. Das passte hervorragend zum Butter-Chicken, das ebenfalls Knoblauch enthielt. Für das Öl braucht ihr einfach eine Knoblauchpresse, 3 Knoblauchzehen und etwas Öl. Die Knoblauchzehen durch die Presse ins Öl drücken, verrühren und etwas ziehen lassen. Dann könnt ihr das Naan mit einem Pinsel ganz einfach nach dem Backen bestreichen.

Naan 1

Liebe Grüße,

Sara

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18 Kommentare zu „Indisches Naan

  1. oooh ich liebe Naan! Das schaut super aus. Bin auch auf der Butter-Chicken gespannt (meine Mama liebt indisches Essen, aber ich hab vor zwei Wochen das erste Mal in meinen Augen GUT indisch gegessen. Na ja bis auf Naan. Das ist immer gut)

    Gefällt 1 Person

    1. Ich hatte bisher auch keine Erfahrung mit indischem Essen 🙂 Aber es war sehr lecker, der Beitrag folgt ja noch. Naan ist immer lecker, wir hatten es früher auf Familienfeiern umfunktioniert und dann mit Schweinefilet, Rucola und Joghurt-Soße gefüllt…hmmmm! Wenn du mal kommst, mach ich dir ein Naan.

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    1. Oh, liebe Cornelia!! Das finde ich ja toll! 🙂 Ich liebe deinen Blog ja sehr und bin ganz stolz, dass dir eines meiner Rezepte gefällt. Ich glaube auch, dass sich dieses Naan ganz gut für die Bordküche eignet, es ist total einfach. Ich würde mich freuen, wenn du mir mal erzählst, wie es sich tatsächlich so an Bord machen lässt und ob es Schwierigkeiten gibt.

      Gefällt 1 Person

  2. Oh ich liebe Naan auch, da reihe ich mich mal ein. 😉

    Anders als du liebe ich ja Brotbacken und so findest du bei mir auch einige Rezepte dafür, musst mal schauen, wenn du Lust hast. Sie sind auch alle schnell und leicht gemacht. 🙂
    Wenn es mal ganz schnell gehen soll, kann ich dir das australische Buschbrot empfehlen, das kommt ohne Hefe aus: https://cookingworldtour.wordpress.com/2014/01/28/australien-australisches-buschbrot/
    Ähnlich wie Naan in der Pfanne gebacken wird auch Chobs Tajine, was auch sehr lecker ist: https://cookingworldtour.wordpress.com/2014/05/31/tunesien-chobs-tajine-pfannenbrot/
    Oder wenn du dich mal an Toastbrot versuchen möchtest, hätte ich hier noch ein tolles Rezept für dich: https://beckysdiner.wordpress.com/2014/06/20/supersaftiges-weisbrot-nach-leila-lindholm/
    Und noch einfacher, weil man nicht einmal kneten muss, ist dieses saftige Weißbrot: https://beckysdiner.wordpress.com/2014/03/03/saftiges-kastenweisbrot/

    So, ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht zu sehr bombadiert. 😉
    Liebe Grüße, Becky

    Gefällt 3 Personen

    1. Hallo Becky,

      ich freu mich immer über deine Tipps und da werde ich mir gleich mal ein paar schnelle Brote ansehen, wir essen nämlich relativ gerne Brot, aber da ich immer zu faul bin, kaufen wir die geschnittenen Scheiben immer vom Bäcker 😀 Dein Weißbrot und das australische Buschbrot werde ich aber ausprobieren, mein Opa hat ja längere Zeit in Australien gelebt, sodass er sich über sowas sicher freut.

      Liebe Grüße,
      Sara

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      1. Hallo Sara,
        na dann bin ich froh, dass du dich nicht überrannt fühltest. 🙂
        Wir essen hier auch gern Brot und besonders, wenn es Shakshuka oder ähnliches gibt, backe ich dazu gern selbst Brot. Ich würde das auch gern noch viel häufiger tun, aber teilweise bin ich auch etwas zu faul dafür oder habe halt keine Zeit.
        Spannend, dass dein Opa längere Zeit dort lebte. Ja, vielleicht kennt er das Brot ja, dann würde er sich bestimmt darüber freuen. 🙂 (Bei der Weltreise gibt es übrigens noch ein weiteres Brot ohne Mehl, das irische Soda Bread, ebenfalls empfehlenswert.)
        Liebe Grüße, Becky

        Gefällt 1 Person

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