[Rezension] Norddeutsche Küche

Liebe Foodies,

heute habe ich anlässlich des Welttag des Buches eine spannende Buchempfehlung für euch. Außerdem war ich auf der „Buchmacher“-Messe in Lübeck und habe dort einen kleinen Independent-Verlag aus Berlin kennengelernt, den ich euch hoffentlich bald auch vorstellen darf. Ich war auf jeden Fall sehr begeistert von den Büchern im Sortiment des Verlags. Dazu aber bald mehr…

Wie ihr ja wisst – oder auch nicht – habe ich eine nicht ganz so weite Reise von dort wo ich geboren und aufgewachsen bin bis hierher nach Lübeck, wo ich jetzt wohne, hinter mir. Naja, ca. 12 Stunden mit dem Auto, aber diese norddeutsche Küche gibt mir immer noch Rätsel auf und schreckt mich auch immer wieder ab. Wer bitte mag denn Grünkohl mit Zucker? Bah… aber meine Kollegen versuchen mich noch zu überzeugen, nach dem letzten Reinfall bin ich aber eher abgeneigt ihnen noch zu glauben!

Dennoch, ich nehme mir ja beinahe aus jedem Urlaub ein landestypisches Kochbuch mit und wenn möglich sogar in Landessprache. So habe ich 2014 aus der Bretagne auch Kochbücher mit der bretonischen Küche für mich als Erinnerung mitgebracht – selbstverständlich in Französisch. Zum Glück spricht man in Norddeutschland Deutsch, ein Dialekt-Kochbuch habe ich mir daher nicht gegönnt und könnte ich wohl auch nicht übersetzen. Ja, ich hatte auch schon eines von einer ehemaligen Hamburger Kollegin bekommen, das ich sehr gerne zum Stöbern nutze, aber jetzt bin ich im Bassermann-Verlag doch noch über das Kochbuch

Norddeutsche Küche

von Metta Frank und Marieluise Schultze gestolpert.9783809431695_Cover

Laut Untertitel geht es um Rezepte, Bräuche und Geschichten im Jahresverlauf, daher ist das Buch auch nach den Monaten unterteilt. Man findet von Januar bis Dezember für jeden Monat Typisches aus dem Norden, das immer wieder mit Geschichten untermalt ist, so z.B. der April, der gleich mit Osterbräuchen wie Lammrücken vom Salzwiesenlamm hinter den Deichen, friesischen Schneckenkuchen und der ersten Roten Grütze des Jahres hohe Erwartungen weckt.

Das Layout und Design ist „klassisch“ und schlicht. Die Schrift ist in blau gehalten und steht auf weißem Hintergrund, alles sehr norddeutsch wie ich finde. Bilder findet man leider nicht zu jedem Rezept, aber das verstärkt den Eindruck eines „alten“ Kochbuchs mit vielen traditionellen Rezepten noch mehr. Ich find’s gut, auch wenn ich gerne viele Bilder mag und auch von den modernen Kochbücher-Layouts nicht abgeneigt bin.

In jedem Monat gibt es zunächst eine Liste mit Lebensmitteln, die in diesem Monat Saison haben. „Was es im April alles Gutes gibt…“ beinhaltet im April u.a. Löwenzahl, Salzwiesenlamm und Buttermilch. Da schwelgt man schon bei den ersten Seiten in himmlischen Gerichten und nimmt ein paar Kilos zu! Danach gibt es für jedes der vorgestellten Lebensmitteln eines oder mehrere Rezepte, die typisch für den Norden Deutschlands sind.

Zusätzlich gibt es natürlich auch noch kleine Anekdoten und Geschichten z.B. „So spricht der Dichter“-Sprüche oder Vorschläge wie „Hering satt in Kappeln“.

Für mich ist das hier ein sehr gelungenes Buch und ich freue mich schon auf die ersten Testrezepte aus der norddeutschen Küche.

Habt ihr ein regionales Lieblingsrezept?

Hard-Facts zu „Norddeutsche Küche“:

  • Autorinnen: Metta Frank, Marieluise Schultze
  • Erscheinungstermin: 10. Juni 2013
  • Verlag: Bassermann
  • Preis: € 12,99 (D) / €12,99 (A) / CHF  17,90 (CH) * (* empf. VK-Preis)
  • ISBN: 978-3809431695
  • Beziehbar über den Verlag oder über jeden Buchhändler

9783809431695_Cover

Liebe Grüße,
Sara

***Vielen Dank für die kostenlose Bereitstellung als Rezensionsexemplar an den Verlag. Die kostenfreie Bereitstellung beeinflusst meine Meinung in keinster Weise, dieser Beitrag ist völlig unabhängig entstanden und spiegelt meine eigene Meinung wider. Vielen Dank für die Kenntnisnahme*

Advertisements

7 Kommentare zu „[Rezension] Norddeutsche Küche

  1. In der Region Norddeutschlands, in der ich aufgewachsen bin, isst man Buttermilchkartoffeln (Rezept ist auch auf meinem Blog)…hab ich sonst noch nirgends gehört oder gesehen. Ansonsten ist die Küche dort vom süß-sauren Geschmack geprägt 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Ich bin zwar in Norddeutschland geboren, aber Grünkohl mit Zucker würde ich auch eher nicht essen, vielleicht beruhigt dich das ja. 😉
    Ich habe auf meinem Blog auch schon ein paar traditionelle Gerichte aus meiner Region vorgestellt, die sind eigentlich alle ganz allgemein-verträglich, glaube ich. 😉
    Besonders zum Knabbern kann ich dir das Bremer Kaffeebrot empfehlen: https://cookingworldtour.wordpress.com/2015/12/19/bremer-kaffeebrot-gastartikel-bei-den-reisefedern/
    oder auch die Knetwaffeln aus Ostfriesland: https://cookingworldtour.wordpress.com/2014/02/25/deutschland-ostfriesische-knetwaffeln/
    Oder wenn es eher ein hauptgericht werden soll, wäre der Mehlpütt eine gute Möglichkeit. 🙂 https://cookingworldtour.wordpress.com/2014/01/26/deutschland-mehlputt/
    Dabei fällt mir auch glatt ein, dass ich letzteren unbedingt mal wieder machen sollte…
    Liebe Grüße, Becky

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s